Der Szegediner Flughafen wurde zur Zeit des Ersten Weltkrieges, im Jahre 1915 als Militärobjekt gegründet.
Nach dem Weltkrieg wurde der Flughafen für Zivil- und Sportzwecke genutzt, im Zweiten Weltkrieg jedoch diente er wieder als Militärobjekt. Sicherlich war der Flughafen einst Ort heftiger Kämpfe, denn beim Pistenbau wurden unlängst zahlreiche Bomben, Schießpatronen bei der Munitionsabtragung gefunden und sichergestellt.
In den 1950-er und 1960-er Jahren gab es in Ungarn regen inländischen Flugverkehr, und die Linien der Luftgesellschaft MALÉV verbanden Budapest mit Szeged und mit anderen Großstädten des Landes. Diese inländischen Routen wurden im Jahre 1965 eingestellt, und die Verwaltung dieses staatlichen Objektes übernahm die ungarische Volksarmee. Während der Inbetriebhaltung des Verbandes der Ungarischen Landesverteidigung diente der Flughafen Ausbildungs- und Sportziele.
Nach der Auflösung des Verbandes übernahm die Aufgaben der Inbetriebhaltung der Szegediner Flugverein, und der Flughafen wurde in erster Linie für Ausbildung, Sport, und Dienstflüge genutzt. Mehrere Jahre hindurch gab es in der Sommersaison Handelslinien an die Adria.
Im Jahre 2001 übergab der Ungarische Staat den Flughafen gebührenfrei an die Selbstverwaltung der Stadt Szeged; die Inbetriebhaltung blieb weiterhin in der Hand des Szegediner Flugvereines.
Ein umfassender Entwicklungs- und Innovationsplan des Szegediner Flughafens wurde erarbeitet und zusammengestellt.
In der Zwischenzeit änderte sich grundlegend das ungarische Gesetz zum Schutze der Flughäfen und des allgemeinen Flugverkehrs, sodass die strengeren Voraussetzungen und Vorschriften den Handelsflug nicht mehr ermöglichten.
Die Selbstverwaltung der Stadt Szeged realisierte die Etappe I/A des Entwicklungs- und Innovationsplanes in der Höhe von HUF 1,6 Milliarden. Die Arbeitsphasen am Flughafen begannen mit Umweltschutzmaßnahmen und im Herbst 2005 begann der Pistenbau.
Gleichzeitig brachte die Generalversammlung der Stadt Szeged mit Komitatsrecht den Beschluss, dass mit der Inbetriebhaltung des Flughafens mit dem 7. April 2006 die Firma Szegediner öffentliche Verkehrsmittel GmbH. (SZKT) beauftragt wird, die im 100%-igen Besitz der Selbstverwaltung der Stadt Szeged ist.
Die asphaltierte Flugpiste, der Rollweg, das Vorfeld mit Rasennetz und der Zaun erhielten im Namen der Szegediner öffentlichen Verkehrsmittel GmbH. (SZKT) im September 2006, das lichttechnische System im November 2006 die offizielle Genehmigung für die weitere Inbetriebhaltung.
Im Zuge der umfassenden Investition wurde die Betriebsstoff-Tankstelle, der Feuerwehrwagen, mehrere Service- und Wartungsfahrzeuge erneuert, sowie Funkgeräte, Passagier- und Gepäckkontrollgeräte angeschafft.
Die gegenwärtige offizielle Einstufung des Flughafens lautet: „nicht öffentlicher Flughafen mit Grenzöffnungsrecht". Heutzutage zeigt der Flughafenverkehr eine stark ansteigende Zuwachstendenz, insbesondere steigt die Zahl der internationalen Geschäfts- und Tourismusflüge.